DAT HÄZZ VUN DR WELT, JO DAT ES KÖLLE!

admin am 31. Juli 2010 um 10:02

LichterDa simmer wieder. Landung am 29ten morgens, 5 Uhr brasilianischer Zeit. Taxi, Haus in Ordnung, bergeweise Post, verwilderter Garten … wie das halt so ist nach 3 1/2 Wochen Urlaub. Richtig gerfreut haben wir uns nicht, wieder in São Paulo zu sein. Die schöne und ruhige Zeit in Köln klingt noch nach und es wird etwas Zeit brauchen, bis wir hier wieder ganz angekommen sind … wie das halt so ist … ;-)

Jedenfalls möchten wir uns noch mal bei euch allen bedanken. Ihr habt uns eine tolle Zeit bereitet. Wir haben es sehr genossen, wieder einmal im Kreis unserer Lieben zu sein, mit euch zu reden und zu sehen, wie es euch ergangen ist und geht. Das wird uns noch eine ganze Weile die Seele aufpolstern :-) pe&jo

BIS BALD

admin am 2. Juli 2010 um 10:29

0102So, das wars dann auch vorerst mit meiner Berichterstattung aus São Paulo. Noch 2 x Fußballgucken und dann fliegen wir schon nach Deutschland, um den Juli in der alten Heimat zu verbringen. Wir freuen uns schon wie Jeck auf Zuhause und darauf, euch endlich wiederzusehen.

Und natürlich auch auf Kölsch, richtiges Brot und Fleischwurst vom Ring – so einfach kann das Leben sein :-) Um beijo*** pe&jo

4:1

admin am 2. Juli 2010 um 10:16

0102Kurz vor dem Vierten und währenddessen. Und wieder per Zufall und in Echt – ich schwöre! (Vorne rechts sitzt übrigens ein brasilianischer England-Fan!) Vielleicht ist das Bild ja ein gutes Omen fürs Spiel morgen?! Des Daumendrückens der Brasilianer können wir uns sicher sein – die wollen unbedingt die Argentinier loswerden.

Naja, dafür haben wir wohl nichts gegen einen Sieg von Brasilien gegen Holland, oder? ;-) Es ist jetzt 10h in São Paulo – eine Stunde vor Anpfiff – die Straßen werden leer, die Tröten lauter und die Kneipen füllen sich langsam oder schließen ab. Es liegt Spannung in der Luft. pe

SIGHTSEEING

admin am 28. Juni 2010 um 08:58

SamparkourSão Paulo von einer ganz anderen Seite – nämlich von den Dächern und Mauern der Stadt. Parkour findet auch hier immer mehr Fans und einer der besten “Runner” in São Paulo ist Zico Corrêa. pe

>>> zum Film

FUTEBOL-LANCHONETE

admin am 25. Juni 2010 um 14:02

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05Diesmal haben wir uns das Basilienspiel ordnungsgemäß in einer Lanchonete hier umme Ecke angesehen. Lanchonete heißt Imbiss und dort gibt es das, was der gemeine Brasilianer tagsüber zum Überleben braucht:

Salgados, also kleine salzige und fettige Gebäckdinger. Doces – Süßigkeiten, die ab 10 Uhr morgens benötigt werden um bis Mittag auszuhalten. Den mittaglichen Imbiss, bestehend aus Arroz, Feijão und Carne – Reis, Bohnen und Fleisch – das übrigens montags bis donnerstags – freitags Fisch!

Das Ganze wird morgens begleitet von Café Sinho – einem kleinen gesüßten schwarzen Kaffe und mittags auch gerne schon von Cerveja. Nach dem Mittagessen unbedingt noch’n Café und ein Doce de Leite für aufn Weg, das ist eine kleine süße Kugel aus Kondensmilch – Jo ist ganz verrückt danach – und das wars im Großen und Ganzen bis abends.

In den einfachen Lanchonetes trifft sich alles – vom Papiersammler bis zum Angestellten, also einer der Orte, an dem alle Hautschattierungen vertreten sind. Und an Tagen wie heute, Brasilien-Portugal, 11Uhr fängt das mit dem Cervejatrinken auch schon etwas früher an – Jo glaubt, die schaffen das, danach noch zu arbeiten – ich habe da meine Zweifel. Lustig wars. Die Kommentare habe wir nicht verstanden – auch wenn sie bis zum Tinitus durch den Laden gebrüllt wurden. :-) pe

FUTEBOL II

admin am 24. Juni 2010 um 10:19

AutoDie Brasilianer sind weiter, die Deutschen auch … alles gut in Fußballien. Tatsächlich ist es hier so, dass wenn Brasilien spielt, die Straßen leer und die Botecas voll sind. Die Geschäfte, selbst Banken haben geschlossen, Taxifahrer bleiben an ihren Halteplätzen, die meist einen eingebauten Fernseher haben und wenn man was will, sollte man besser bis zur Halbzeit abwarten.

Diesen Zustand haben wir ausgenutzt, um am Sonntag während des Brasilienspiels von der Küste nach Hause zu fahren. Natürlich begleitet vom Kopfschütteln des Brasilianers, der so etwas niemals tun würde. Normalerweise bedeutet eine Rückfahrt vom Meer sonntagnachmittags 4 Stunden Stau, weil ja alle gleichzeitig wieder nach São Paulo wollen. Am Sonntag haben wir das jedoch in schlanken 2 Stunden geschafft – in der ganz regulären Zeit.

Dafür gabs das Spiel dann im Autoradio. Drei Sprecher haben sich den Kommentar geteilt – das ist auch angebracht, wenn man hört, wie schnell die Jungs reden können. Bemerkenswert. Reden und Luftholen erfolgt da in etwa zur selben Zeit. Leider ist der erste Gol-Schrei nicht drauf – ich glaube das waren 30 Sekunden. Mindestens :-) Hier eine Kostprobe! pe

>>> zum Film futebol

CHICO BUARQUE

admin am 18. Juni 2010 um 02:17

chico_buarque… einer der Günder des musikalischen Tropicalismo in Brasilien, einer Bewegung, die während des Militärregims in den 60er Jahren entstanden ist und moderne Strömungen in die musikalische und künstlerische Entwicklung des Landes eingebracht hat. Ganz nach dem antropophagischen Manifest von Oswaldo Andrade: Das Fremde nicht abweisen, sondern auffressen! :-) Wow, harter Tobak, oder?

Brasilien hatte in den 60ern der unabdinglichen Wunsch, zumindest künstlerisch unabhängig und frei zu werden. Die Künstler haben nach einer – nach augenscheinliche Gesichtspunkten harmlosen verbalen Ausdrucksform gesucht – und dabei höchst kreative Wortschöpfungen gefunden, um den eigentlichen systemkritischen Wortinhalt zu tarnen und dennoch zu transportieren. In der Musik sind die beiden herausragenden Künstler Gilberto Gil und Chico Buarque – beide sind des Landes verwiesen worden und haben ihr Exil in England gefunden.

Nichtsdestrotz trotz findet man in ihren Lyrics sehr viel regim- oder sozialkritischen Ausdruck. Oder gerade deswegen? Ein Lied möchte ich euch hier vorstellen: Constução von Chico Buarque – ‘71 entstanden. Hier geht es in erster Linie nicht um Regimkritik, sondern um Sozialkritik, den Selbstmord eines Arbeiters, der sich von einem Gerüst stürzt und an einem normalen Samstag den Verkehr auf der Straße durcheinander bringt – durch sein Ableben auf der Hauptverkehrsader.

Dieser Text ist besonders, denn Chico Buarque verwendet immer die gleichen Worte, um neue Inhalte in den folgenden Textzeilen zu transportieren. Sehr lyrisch – sehr dramatisch – sehr schön! Hier ein Video zum Lied mit der englischen Übersetzung, was das Verständnis etwas leichter macht:

>>> link1

folgt einfach den Text- bzw. Rhythmuszeilen, dann ist es ganz einfach! pe

FUTEBOL

admin am 14. Juni 2010 um 10:58

03Wird hier “Futschibolli” ausgesprochen :-) Und schießt einer ein Tor, singt der Kommentator Gooooooooooooooooollllllllllllll – das hört sich etwa so an, wie Michael Buffer beim Boxen. Gut so, denn so bekommt man auch trotz der Vuvuzelas mit, wenn was wichtiges passiert ist!

Gestern haben wir viel Gol gehört – 4:0 hat warscheinlich keiner getippt oder erwartet, oder? Selbst der Brasilianer hat der Leistung des deutschen Teams Respekt gezollt. Das sollen die auch erstmal besser machen – morgen um 15.30h, wenn hier angeblich außer Futebol nichts mehr geht. Wir werden sehen und berichten! pe

BEKLAUT

admin am 14. Juni 2010 um 10:53

Jetzt isses mir also auch passiert – letzte Woche Mittwoch im Bus. Zum Glück war es nur mein Handy und ich habe das nichtmal bemerkt, aber ärgerlich ist das natürlich trotzdem, denn jetzt sind alle Nummern weg. Daher ihr Lieben, schickt mir eure Nummer doch bitte via Email, damit ich die neu speichern kann, bom? pe

PRIDE 2010

admin am 7. Juni 2010 um 13:54

                               KOMPSeit 1997 findet in São Paulo die Gay Parade statt – anfangs mit ca. 2000 Menschen, mittlerweile sind es 3,5 Mio und damit ist die Parade wohl die Größte der Welt. Ein ordentliches Kontrastprogramm zu der Business-Geschäftstätigkeit, die normalerweise auf der Avenida Paulista zwischen den Bankentürmen stattfindet. Und ähnlich wie in Köln, bricht auch hier bei den feieraffinen Brasilianern das zweite Mal im Jahr der Karneval aus :-) pe

Hier die Bilder >>>