MOTORBOYS

Wie die Heuschrecken und man kann nicht Augen genug haben!!! Aber die Motorboys sind die einzigen, die es halbwegs schnell schaffen, durch die Stadt zu kommen. Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz, dass ihnen auf den meist dreispurigen Straßen der schmale Streifen zwischen linker und mittlerer Spur gehört. Das bedeutet: immer schön Abstand halten und beim Spurwechsel am besten den Beifahrer bitten, die Hand herauszuhalten, damit die Jungs das mitkriegen. Denn selbst bei Stau sausen die mit ca. 50 Sachen durch die Autokolonnen. Leider gibt es daher auch täglich ca. 8 Tote.

Neuerdings gibt es die Regelung, dass nur noch eine Person pro Motorrad erlaubt ist. Funktioniert super, wie man sieht 🙂 Das Gesetz ist erlassen worden, da der Beifahrer bei Raubüberfällen auf der Straße derjenige mit Knarre ist. Das hat riesen Proteste und einen tagelangen Streik gegeben – und da stand S.P. still – keine Lieferungen, keine Post, kein Fastfood – nix hat mehr geklappt. Seitdem sehen das alle wieder locker! pe

3 Gedanken zu „MOTORBOYS

  1. Auch die Faz schreibt heute über den brasilianischen Autoverkehr – na immerhin fast, eigentlich startet es mit „Caipirinha“ …vielleicht ja interessante Hintegrundlektüre bei einem Schlückchen alkoholisierten Zuckerrohrsaft, damit Ihr seht, was man damit noch so alles machen kann? – siehe hier http://i8t.de/s7r7tbvw

    Liebe Grüße aus München – und bis bald per Skype dann ~ saludos, Anne

  2. Hey Anne, deine Zeitung ist gestern eingetroffen! 🙂 Die erste Ausgabe hat somit etwa eine Woche gebraucht und wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Montagslektüren!

    Danke für deine Artikel und immer wieder gerne! Den Markt um den Praça Benedito Calixto in Pinheiros haben wir besucht … sehr toll! 🙂

    Bussi *pe

  3. Die Zeitung hat es wirklich den langen Weg geschafft? Klasse – und eine Woche Verspätung ist anscheinend ganz normal, das liege an den ‚innerbrasilianischen‘ Postwegen, wie mir die Zeitungsdame erklärte – egal, ob Luftpost oder normal, die Woche bleibt immer gleich :- ) – in Deutschland ist übrigens endlich der Sommer ein wenig eingekehrt. Ich denke an Euch im brasilianischen Winter, wenn ich am nächsten Sonntag bei einem kühlen Hellen und Schweinsbraten nach getanem Aufstieg vom Gipfel der Berge auf das glitzernde Tal herunterschaue… (also fast so wie bei Euch mit Caipirinha und Spießchen – zumindest farblich ;- )

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