ULTIMO ADÉUS

Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für Begräbnisstätten und daher lohnt es sich ja immer, im Urlaub auch mal einen Friedhof zu inspizieren – abgesehen davon, dass es dort meistens ruhig und friedlich zugeht.

Also wir auf den Cemitério São Paulo in Pinheiros direkt umme Ecke und mal gucken, wie der Brasilianer so begräbt. Mein lieber Scholli! Ganz schön heißblütig, die Herren Steinmetze! Da kann das mit der Besinnung ja durchaus in eine andere Richtung gehen.

Es sind wunderschöne Skulpturen zu sehen, wie die meistbesprochene São Paulos, das Ultimo Adéus von Alfredo Oliani (siehe oben). Die Einen sehen darin ein wunderbares Beispiel der ästhetischen Erotik, die Anderen empfinden es als Missbrauch der Grabeskunst. Uns gefällt’s! pe

2 Gedanken zu „ULTIMO ADÉUS

  1. Das ist doch mal echter Grabkult. Passenderweise zu dem Thema gestern Abend um 20:10 Uhr im Deutschlandfunk eine tolle Sendung, überschrieben mit „Neue Formen der Bestattungs-
    kultur“.
    Und warum soll Eros nicht am/im Grab sein??
    Ich hätte nischt dagegen!
    All the Best
    Pat

  2. hey pat :-),

    ich finde es so bemerkenswert, dass man sich traut, die gefühle zu zeigen – wie auch immer sie sind.

    zum thema grabkult: eine sache hatte ich ganz vergessen zu schreiben. wir haben alte, leere gruften gesehen, die von obdachlosen als nachtlager benutzt werden oder wurden. das konnte man vom müllberg schließen, der sich dort angesammelt hat. hier geht das leben auf dem friedhof weiter.

    um beijo
    *pe

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