GNTM UNLIMITED?

Herrjeh, wenn man einmal damit angefangen hat! Zugegeben, schon in Deutschland war mein Donnerstagabend zu GNTM-Zeiten gesetzt! Und ich hatte auch „ernsthaft“ Sorge, ob man die schöne Tradition des gemeinsamen Mädchenabends und Lästerns, begleitet von Häppchen, Sekt oder noch besser Schlammbowle, hier im Ausland überhaupt fortsetzen kann.

Aber der Reihe nach: Als der Countdown zu Staffel 5 lief, wurde sowohl bei iTunes, als auch bei MyVideo die Übertragung angekündigt. iTunes offeriert einen Staffelpass für Sage und Schreibe 29,99 Euro, aber mit der „Garantie“, keine Folge zu verpassen. Nette Option, aber ziemlich teuer.

MyVideo offeriert die Folgen für Nüsse. Also eindeutig besser und am Freitagmittag eingeschaltet. Soweit alles fein bis etwa Folge 5. Dann ging es auf einmal nicht mehr mit der Begründung: SORRY, DIESES VIDEO DARF IN DEINEM LAND NICHT ANGEZEIGT WERDEN! Hat rechtliche Gründe und betrifft viele Serien aus Deutschland – gerne das, was auf Pro7 läuft. Jedenfalls Aufregung und Theater in der Online-Community, bis jemand den schlauen Tipp hatte, die Sendung über einen Proxy-Server hochzuladen, der die Verschlüsselung umgeht.

Getan und wieder einige Folgen Ruhe und Zufriedenheit in der Hütte. Zwischendurch alternativ auch einmal ein richtiger Mädchenabend via Skype. Das hat großartig funktioniert und kann ich nur weiterempfehlen, wenn man eine gute und starke Leitung sowie eine entsprechende Kamera hat! Also nochmal: Danke Babett, war toll! Gemeinsam gucken ist doch am schönsten!

Doch dann ging das mit Proxy.de auch nicht mehr. Dumm, aber dafür existiert ja iTunes und 2,49 Euro pro Folge kann man für Seelenfrieden ja durchaus investieren. Hat sogar Jo eingesehen 😉 Nur dass iTunes auch nicht alle Folgen lädt – wer also einen Staffelpass erworben hat guckt nun ziemlich in die Röhre, denn die Folgen 8, 9 und 12 wurden nicht bereitgestellt, ohne Geld-Zurück-Garantie, ohne Entschuldigung oder sonstige Kommentare. Demzufolge schlägt es nun Wellen in den Rezensionen.

Eigentlich erwartend, nun schwerst angefixt nicht mehr an meine Donnerstagsdroge kommen zu können, habe ich dann gestern das Netz nach anderen Möglichkeiten durchstöbert. Und siehe da: kino.to heißt das Zauberwort. Aber auch hier kein uneingeschränktes Sehvergnügen: nach 72 Minuten hieß es: Jetzt entweder 54 Minuten warten oder akkreditieren! (und Mitglied werden für eine gewisse Summe im Monat) Unfassbar!!! Habe gewartet, dann gings auch so. Vielleicht sind ja noch andere, im Ausland lebende Fans dieser Serie auf die Idee gekommen, auf diese Weise zu gucken, Dann geht es jetzt 2 Wochen gut und Feierabend. Glücklicherweise ist der ganze Spuk ja eh am 10.06 vorbei! Puuuhhhhh!

Ich sehe schon euch Jungs die Augenbrauen heben und spitze Kommentare vorbereiten 😉 Aber stellt euch einfach mal vor, das Ganze wäre so mit der Bundesliga! Saisonkarte gekauft und dann finden manche Spiele einfach nicht statt. Blöd, oder? 🙂  pe

HEITOR VILLA-LOBOS

Sollte man schon einmal gehört haben, hab ich gehört 😉 … ich als Klassikbanausin kannte ihn nicht, den größten brasilianischen Klassik-Komponisten. Als dann – Besserung gelobt und ins Konzert marschiert. Entre nous: eher, weil das im Auditório stattfand, wo ich doch schon immer mal reinwollte.

Ja, das Konzert war toll! Das städtische Sinfonie-Orchester hat gespielt, mit alle Mann, weil diese Musik ziemlich viel Bumms braucht. Auch toll, wie der Komponist das Brasilien-Gefühl transportiert, den Regenwald, das Gezirpe der Vögel dort usw. Das passende Stück dazu nennt sich Uirapuru – da sagst ja schon allein der Name, was man zu erwarten hat.

Würde er heute die natürlichen Laute Brasiliens in Töne formen, hätte er warscheinlich eher ein Hundegebell-Konzert vertont mit dem Namen: Wauhuhuhuhhhwuff. Ich mag Hunde! Aber ich mag sie nicht, wenn sie im Chor, der eine rechts, der andere vorne, drei weiter links unten alles kommentieren, was über die Straße läuft oder fährt – morgens, mittags, abends, nachts, immer! Aber das nur am Rande.

Das Auditório von innen – hach was soll ich sagen: GEIL! Man hat wirklich das Gefühl, in ein riesen Maul hineinzuspazieren – vorne Niemeyers Zunge, innen Tomie Ohtakes Gaumen. Dann über die geschwungene Speiseröhre ins Innere – den Konzertsaal oder Magen, wo die Geräusche dann letzlich produziert werden – den Darm-Gedanken hatte ich da jetzt nicht ;-). Guckt die Bilder! pe

 

OS GEMEOS

Heißt: die Zwillinge und in São Paulo sind in diesem Zusammenhang meist Ótavio und Gustavo Pandolfo gemeint. Die beiden sind schon seit Mitte der 90er an den Wänden und in den Galerien unterwegs und unlängst haben sie eine Wand des MAM (Museu de Arte Moderna) verschönt. Und wie schön 😉 pe

Anbei ein Link mit Fotos, die die Entstehung dokumentieren.