SELBSTVERSUCH REGEN + STRAND

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Das Wetter in São Paulo bietet seit etwa drei Wochen keinen Anlass zur Freude. Es ist zwar nicht kalt, aber es regnet häufig und es ist trist und grau. Daher haben wir uns gedacht: Wenn man schon das Grau nicht ändern kann, dann wenigstens das Umfeld und sind gestern ans Meer nach Guarujá gefahren.

Guarujá liegt auf einer Insel, die etwa 90 km von São Paulo entfernt ist. Nur ein kleiner schmaler Kanal trennt sie vom Festland. Daher stammt auch der indigene Name: schmale Passage = Guaru-ya. Weil man von São Paulo so schnell dort ist, blüht die Strandkultur, um dem Brasilianer eine feine Zeit zu bereiten. Es gibt viele verschiedene Strände – von HalliGalli bis Fischerdorf – von Stadtstrand bis Natur. Es finden sich Strandbuden, Restaurants, Kitsch- und Kremepelläden in ausreichender Anzahl. Also alles so, wie es sich der Brasilianischer wünscht. Wenn die Sonne scheint.

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Aber eben das tat sie nicht. Dennoch – mit dem festen Vorsatz „auch bei schlechtem Wetter ists schön am Meer – wir sind doch keine Weicheier“ und dem Gedanken im Hinterkopf „die Nordsee funktioniert ja auch bei jedem Wetter“ sind wir allen Unkenrufen und dunklen Wolken zum Trotz Richtung Strand losspaziert. Die Wellen waren hoch und toll, die Surfer schwer aktiv, der Strand schön und rau. Das Dosenbier war gut gekühlt, Schirmchen und Liegestühle perfekt ausgerichtet und einem trägen Nachmittag stand nichts im Wege. Haben wir gedacht 😉

Keine halbe Stunde später folgendes Bild: Orkanartige Böen, prasselnder Regen, verlassene Liegstühle und ein paar rote Schirmchen, unter denen sich traubenförmig Menschen zusammengerottet haben, im Versuch, sich und die Habe halbwegs trocken durch das Unwetter zu bringen.

„Nein, ist nicht kalt“. „Neiiiiiiin, ist doch nur Wasser“. NEEEIIIIIIIIN, MÖCHTE KEIN BIER MEHR“!

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Nachmittags insofern Besserung der Lage, dass es im Auto erfahrungsgemäß nicht regnet und wir ausreichend Zeit hatten, die verschiedenen Strände auf der Insel anzufahren und mal zu gucken, was da so geht. Es gab denn auch ein Überraschung, denn am großen Stadtstrand von Guarujá fand ein Freestyle-Paragliding-Wettbewerb statt und das war schon spannend, die Kunststücke zu sehen, die die Jungs da aufgeführt haben. Hier ein kurzer Film: >>> Paragliding

Heute morgen dann, entgegen unsere vagen Hoffnung, noch einen Tag ohne Regen am Meer verbringen zu können, leider Ernüchterung: Dauerregen – Grau! Daher gabs statt Strand die Autobahn Richtung nach Hause ins Trockene. In São Paulo schien sogar gemeinerweise ein kleines Bißchen die Sonne, als wir dort ankamen.

Als dann: Das machen wir nicht mehr. Wenn die Wettervorhersage über 70% Regenwahrscheinlichkeit an der Küste porognostiziert, bleiben wir schick daheim. Denn bei allen Schönfärbungsversuchen: Der Strand macht bei Regen einfach keinen Spaß, weder hier, noch an der Nordsee, noch sonstwo 😉 pe

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