ALLERGIETEST

Brasilien ist berühmt für seine tollen exotischen Früchte. Um die Vielfalt zu testen und den Körper auf fremde Vitamine einzupegeln, wäre ein Besuch im Veloso zu empfehlen.

Das Veloso ist eine Bar/Boteca in Vila Mariana, in der es den besten Caipirinha São Paulos geben soll. Beweisen die vielen Preise, die der Barmann Souza gewonnen hat. Sagen diverse Magazine, die jedes Jahr die besten Botecas der Stadt küren. Und meinen auch die vielen Besucher, die sich jeden Samstag die Beine in den Bauch stehen, um einen der wenigen freien Plätze zu ergattern.

So wie wir, da Jo beschlossen hat, das Veloso kurzfristig noch auf unsere „ToDo“-Liste zu setzen. Letzten Samstag haben wir es demnach gehalten, wie Millionen andere Brasilianer auch: Ausschlafen und dann ab in die Kneipe, um dort bei Snacks, Feijoada, Bier oder Caipirinha und definitiv viel TamTam den ganzen Nachmittag lang das Wochenende einzuläuten. 😉

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Hand aufs Herz: Die Caipies waren wirklich herausragend! Ausschlaggebend ist der Cachaça, den es hier in unzähligen Varianten gibt, da quasi jedes Dorf seine eigen Zuckerrohrbrennerei hatte oder noch hat. Der Pitú, den wir in Deutschland für Caipirinha verwenden, ist übrigens hier allerunterste Kategorie – als besser Hände weg und im Spirituosenladen Geld für andere Importe ausgeben! Rohrzucker wird ebenfalls nicht verwendet, hier nimmt man feinen weißen Zucker.

Ein guter Barmann, und dazu kann man Souza, Chefmixer des Veloso wirklich zählen, weiß genau, welcher Cachaça zu welcher Frucht passt. So sind seine Schnaps-Frucht-Schöpfungen leider sehr köstlich, wie zum Beispiel Mandarine/Chili oder Caju/Limone oder die Klassiker Maracuja oder Limão. Nur einen trinken, wenn man schon mal da ist, wäre tatsächlich vergebene Liebesmüh. Ins Veloso fährt man mit Ansage! 🙂

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Aber auch die kleinen Häppchen zum Getränk sind ziemlich empfehlenswert, zum Beispiel Coxinhas oder Bolinhas. Das sind fritierte Bällchen mit unterschiedlichen Füllungen, wie zum Beispiel Stockfisch, Fleisch, Trockenfleisch, Krabben oder Käse-Hühnchen-Mischungen, für letzteres ist das Veloso bekannt. Dazu gibt es ordentlich scharfe Chilisauce, die es spielend mit der Aufgabe der Biernüsschen in unseren Breiten aufnehmen kann. 😉 Die kleinen Bällchen machen nicht wirklich satt, aber geben ein gutes Gegengewicht zum Hochprozentigen und sind, wenn sie wie im Veloso frisch zubereitet werden, extrem lecker!

Als dann, das Wochenende hatte letzte Woche quasi nur einen „aktiven“ Tag, aber der hatte es in sich! pe

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ÁGUAS DE ABRIL

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Das fing eigentlich ganz harmlos an: erst ein paar Blitze, Donner und leichter Regen, dann etwas stärkerer Regen und schließlich das hier. Aber einen echten Fußballfan kann auch „Kneipe-unter“ nicht sonderlich schocken und so wurde nach kurzem der Fernseher im Inneren unserer Liebelingsboteca São Cristovão wieder in Betrieb genommen und das vorgezogene Meisteschaftsfinale zu Ende geguckt. pe

PASTEIS

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Ich weiß gar nicht, was der Deutschen liebster Snack ist? Hier ist in jedem Fall das Pastel ganz oben auf der Wunschliste und darf demzufolge auf keinem Markt, keinem Fest fehlen. Auf dem Wochenmarkt finden sich meistens sogar 2 Pasteis-Stände, strategisch wirksam am Anfang und Ende des Marktes aufgebaut, damit man auf jeden Fall in Versuchung geführt wird. Nebendran noch ein Getränkestand und fertig ist der perfekte und nicht ganz kalorienarme Snack. Angeblich ca. 170 Umdrehungen … hmmm?

Pasteis sind Gebäcktaschen, die in heißem Fett ausgebacken werden und unterschiedliche Füllungen haben können, wie Käse, Fleisch, Palmito oder Würstchen. Aber auch Mischungen sind machbar – meist gibt es viele verschiedene Varianten, die für ca. 3,00 R$ (1,30 €) zu haben sind. Nachgewürzt wird dann zu Fuß mit scharfer Sauce oder einem Tomaten-Zwiebel-Relish. Da die Dinger zu einem vernünftigen Preis/Leistungsverhältnis ziemlich satt machen, ist an den Ständen zur Mittagszeit die Hölle los, denn die Gelegenheit, mal schnell ein Pastel zu verputzen, lässt sich der Brasilianer nur ungerne entgehen. Ich heute auch nicht 😉 pe

SEXTA OP D’R ECK

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Sexta-feira (sprich: sessta) bedeutet einfach nur Freitag. Freitag hat bekanntermaßen nicht nur für den durchschnittlichen Brasilianer eine überaus wichtige Bedeutung, sondern auch für den Rest der Welt. Während die einen sich an einem Freitag religiösen Pflichten  unterziehen, hat der Freitag für den Brasilianer (und natürlich für viele andere auf der Welt) eher profanen Charakter. Denn eine Woche Arbeit ist vorbei und nun kommt die Zeit der Erholung.

Während unsereiner (meistens) sich zuerst einmal nach Hause begibt, sich etwas ausruht, gemeinsam mit den Lieben das Wochenende plant, verliert der Brasilianer speziell der Paulistano  hingegen keine Zeit (zumal auch schon dessen Heimfahrt an einem Freitag unter Umständen schon ca. drei Stunden dauern kann). Spätesten um 19 Uhr sind die Lanchonetes in unmittelbarer Nähe der Büros und sonstigen Arbeitsstätten voll, und das heißt wirklich voll.

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Ebenso schnell ist der erholungsbedürftige Brasilianer auch voll, denn vor allem das Bier fließt in Strömen (man trinkt hier doch eher viel Bier und weniger Caipirinha, Klischee lässt grüßen). Interessant sind auch die Deckel, die getrunkenen Flaschen lässt man so lange stehen, bis man bezahlt. Und heimlich wegräumen oder auf einen anderen Tisch schmuggeln, das gibt es hier nicht.

Zwischen 22 und 23 Uhr ist der Tanz vorbei, der Brasilianer möchte nach Hause, denn das Wochenende muss ausgenutzt werden: Samstagmorgen Sport, nachmittags Feijoada (Bohnen, Reis und stundenlang gekochte Schweineinnereien, -ohren,- schwänze und -füße, hmmm, lecker, koch ich euch mal, wenn wir wieder in der Heimat sind :-)) mit Bier und Caipirinha, dann ausruhen und verdauen, dabei Fussball schauen. Spät abends auf die Piste und solange durchhalten, wie es geht, mit oder ohne Hilfsmittel – meist bis Sonntagnachmittag. (Sehr häufig gehts mit dem eigenen Wagen nach Hause, das mit dem Alkohol am Steuer sieht der Brasilianer nicht so eng.) Was für ein Programm…

Die Bilder stammen von der Lanchonete in unmittelbarer Nähe zu unserem alten Haus, sozusagen „Op d‘ Eck“. Jo

BIXIGA

Ich sach nur: Sfogliatelle! Nein, das ist nicht schon wieder ein indigenes Kunstwort – diesmal hat es romanischen Ursprung und bezeichnet ein gefülltes und in Falten gelegtes italienisches Hefegebäck. Wir hatten den ersten Kontakt mit diesem Gebäck“dings“ durch die Fernsehserie „Sopranos“ und als Jo eines Tages mit einem Schächtelchen Sfogliatelle ankam, war die Freude riesig! KleinItalien am Gaumen klebend, daraufhin KleinItalien in Gedanken und ein paar Tage später in Echt in São Paulo – im Bairro Bixiga (gehört zu BelaVista).

Den Ruf, das Little Italy von São Paulo zu sein hat Bixiga, weil Ende des 19ten Jhds verstärkt europäische Einwanderer nach Brasilien strömten, die angeheuert wurden, um auf den Kaffeeplantagen zu arbeiten. So eben auch die Italiener. Viele der italienischen Einwanderer haben sich in der Nähe der Gutshäuser der Kaffeebarone niedergelassen, deren Überbleibsel (teils renoviert, teils Ruine) man übrigens heute noch auf der Avenida Paulista, der Bankenmeile Südamerikas, sehen kann. Naja und die fuzzeligen Reste der Einwandererzeit sind eben deutlich in Bixiga zu spüren – etwa 10 Gehminuten von der Paulista entfernt.

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Dass dieses Viertel nur von italienischen Einwanderern geprägt wurde, ist übrigens eine nette Geschichte – stimmt aber nicht ganz. Tatsächlich versuchten dort auch Portugiesen und Afrikaner einen Neuanfang. Die Afrikaner haben zum Beispiel die erste Karnevalsgesellschaft São Paulos gegründet – die Sambaschule VAI VAI – heute gehört sie zu den Topfavoriten und in die erste Liga der Karnevalsvereine.

Hier der >>> Link zum aktuellen Karnevalssong des Vereins! Falls ihr euch über die klassischen Elemente am Anfang wundert – das diesjährige Motto ist die tragische Lebensgeschichte des brasilianischen Pianisten und Dirigenten João Carlos Martins.

Optisch hat sich in den Straßen rund um die Rua 13 de Maio gar nicht so viel getan – sieht immer noch ziemlich rustikal, ursprünglich und irgendwie italienisch aus. Unterstützt wird der Eindruck durch die vielen italienischen Restaurants und Lädchen, die sich dort aufreihen und die der Grund für die wahren Besucherströme an 5 Wochenenden im Juli/August sind – wenn das Fest „Festa de Nossa Senhora de Achiropita“, stattfindet und auf den Straßen die ganzen fiesen italienischen Kleinigkeiten probiert werden können. Wir hatten neulich – und das meine ich ernst – die besten Ravioli ever in einem der Restaurants!

Verstärkt wird das italienische Gefühl durch die vielen älteren Herrschaften, die sich auf dem nahegelegen Antikmarkt, der jeden Sonntag stattfindet, herumtreiben oder es sich in den Cafés und an der Straße auf schäbigen Plastikstühlen bequem gemacht haben, die Straße „abnehmen“, zusehen, wer da so flaniert, alles kommentieren … und vielleicht gerade Sfogliatelle verspeisen … das würde mir natürlich gut gefallen 🙂 pe

SHOPPING

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Was dem Mädchen Schuhe, Kleidchen, Ober- und Unterteile, ist dem Jungen das Getränk. Mein Mann kann sich von diesem Interesse auch nicht wirklich freisprechen und daher finden immer wieder brasilianische Gerstensaftschöpfungen den Weg in unseren Kühlschrank, die UNBEDINGT einmal getestet werden müssen und – nach ihrer Entleerung – einen Platz auf dem, dafür eigens eingerichteten Regal, finden. Männer! Bierschrank statt Schuhschrank – Das wusste auch schon IKEA! Diesmal: Bohemia Confaria – Cerveja Forte Tipo Abadia (schmeckt wie Bananenweizen) und Bohemia Escura (dunkel, süß, bitter, extrem malziges Starkbier (O-Ton)). Jo, mach doch mal eine spezielle Rubrik zum Thema Biere auf 😉 pe

NHOQUE DA SORTE

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Gnocchi des Glücks. Dass Nudeln glücklich machen, wissen wir ja alle. Aber im speziellen nur am 29ten eines Monats? Die spinnen, die Brasilianer 🙂 Haben wir gedacht und sind einer Einladung zum Glücks-Gnocchi-Essen gefolgt.

Anlass war ein Aufruf zur Spende für eine Organistation, die Kinder in einer Favela unterstützt, die Associação Cultural Constelação http://www.constelacao.org.br/. Wenn die Eltern morgens zur Arbeit fahren, werden die Kinder von ehrenamtlichen Helfern in einer Art Halbtagesstätte betreut. Ganz hoch im Kurs steht die Kunst und deren Förderung. Eines der Mädchen hat es somit schon zu einer beachteten Künstlerin in São Paulo gebracht. Die Art der Hilfe ist unterschiedlich: Manche spenden Geld oder Hilfsmittel, andere helfen vor Ort und betreuen die Kinder, andere wiederum setzten ihr KnowHow ein und kümmern sich unentgeltlich, so wie unser Zahnarzt Dr. Andrew, der zu dieser Veranstaltung eingeladen hat.

Zurück zu den Nudeln. Das geht so: Man lade Gnocchi auf und lege einen Geldschein unter den Teller. Dann esse man die ersten sieben Gnocchi im Stehen und denke dabei an einen Wunsch. Nun darf man sich wieder setzen und ganz normal weiteressen. Der Geldschein ist jetzt ein Glückssymbol und die meisten bewahren ihn während des Monats im Portemonnaie auf (Also nur kleine Scheine nehmen 😉 ) Am nächsten 29ten wird das Ganze gerne wiederholt. Manche nehmen auch drei der ersten sieben Gnocchi mit, trocknen sie und heben sie in ihrer Tasche als Glücksbringer auf … Hmmmmm?

Die Herkunft dieser Tradition habe ich gegoogelt und einen Text über Uruguay gefunden, der das Ritual beschreibt. Der Ursprung ist nicht ganz klar. Es könnte von den südamerikanischen Bauern stammen, die am Ende des Monats nur noch Kartoffeln und Mehl übrig hatten. Andere sagen, dass am Ende des Monats Zahltag war und die Menschen sich daher Gnocchi gegönnt haben. Dazu würde passen, dass in Südamerika faule Beamte, die nur einmal im Monat ins Büro gehen, um ihren Scheck abzuholen, Gnocchi genannt werden. Wieder andere sagen, es wäre einfach die clevere Erfindung eines Pasta-Konzerns.

Jedenfalls eine lustige Sache, die wir nun regelmäßig wiederholen werden – ein bißchen Glück kann ja nicht schaden 🙂 pe

FUTEBOL-LANCHONETE

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Diesmal haben wir uns das Basilienspiel ordnungsgemäß in einer Lanchonete hier umme Ecke angesehen. Lanchonete heißt Imbiss und dort gibt es das, was der gemeine Brasilianer tagsüber zum Überleben braucht:

Salgados, also kleine salzige und fettige Gebäckdinger. Doces – Süßigkeiten, die ab 10 Uhr morgens benötigt werden um bis Mittag auszuhalten. Den mittaglichen Imbiss, bestehend aus Arroz, Feijão und Carne – Reis, Bohnen und Fleisch – das übrigens montags bis donnerstags – freitags Fisch!

Das Ganze wird morgens begleitet von Café Sinho – einem kleinen gesüßten schwarzen Kaffe und mittags auch gerne schon von Cerveja. Nach dem Mittagessen unbedingt noch’n Café und ein Doce de Leite für aufn Weg, das ist eine kleine süße Kugel aus Kondensmilch – Jo ist ganz verrückt danach – und das wars im Großen und Ganzen bis abends.

In den einfachen Lanchonetes trifft sich alles – vom Papiersammler bis zum Angestellten, also einer der Orte, an dem alle Hautschattierungen vertreten sind. Und an Tagen wie heute, Brasilien-Portugal, 11Uhr fängt das mit dem Cervejatrinken auch schon etwas früher an – Jo glaubt, die schaffen das, danach noch zu arbeiten – ich habe da meine Zweifel. Lustig wars. Die Kommentare habe wir nicht verstanden – auch wenn sie bis zum Tinitus durch den Laden gebrüllt wurden. 🙂 pe

EISENBAHN

Kleiner Nachtrag zum Kölsch: Die Brauerei Eisenbahn hat einen eigenen Song, den ich euch nicht vorenthalten kann. Zum Mitsingen inkl. Text!

Na na na, Eisenbahn…

Cerveja Eisenbahn, das Bier von Blumenau
Das macht uns stark und schmeckt so gut
Cerveja Eisenbahn, das Bier von Blumenau
Tudo mundo gerne trinken tut

Me dá um chopp, um choppe geladinho
Pois este é o melhor remedinho
Bebendo com moderação
Faz bem pra tudo é a nossa tradição

Lá vem a Eisenbahn
Chopp de Blumenau
Cerveja da região
Lá vem a Eisenbahn
Chopp de Blumenau
Tudo bem todo mundo alles blau

Ein Prosit! Ein Prosit, mit Eisenbahn!
Ein Prosit! Ein Prosit, mit Eisenbahn!

Unglaublich 🙂 pe

>>> zum Song: 01 Hino Eisenbahn

KÖLSCH

eisenbahn

Das brasilianische Bier ist in Ordnung, wie wir vor einiger Zeit schon angemerkt haben. Aber Kölsch ist eindeutig besser! Das weiß auch der Brasilianer und versucht daher, den Geschmack zu kopieren – siehe Etikett der Brauerei „Eisenbahn“.

Naaaaaa-ja! Mit spitzen Lippen und hochgezogenen Brauen haben wir uns entschieden, dem kölschlosen Raum nun den wahren Gerstensaft zu offerieren. Eine Kooperation mit einer namhaften Brauerei war schnell gefunden und nun präsentieren wir stolz unser erstes Einsatzfahrzeug 😉 (Danke fürs Bild, Bodo) pe

getränke

ZG (CERVEJARIA & FRUITOS DE MAR)

 Da sind wir ganz zufällig gelandet. Eigentlich stand ein Besuch des Aquariums auf dem Plan. Nicht weil wir die absoluten Fischfreaks sind, sondern eher, weil wir davon ausgegangen sind, dass es dort WARM ist. Nach zwei Wochen Regen und Kälte ohne Heizung braucht man: WÄRME!!!

 

Na jedenfalls hat sich unser Navi verhaspelt – war wohl ein doch ein „Eingabefehler“ und so haben wir unser Ziel vor einer Autowerkstatt in Itaim Bibi erreicht. Das Aquarium war auf der anderen Seite der Stadt. Wieder zurückfahren? Neee! Daher Not/Tugend/Planänderung und von innen wärmen: Essen!

Das ZG – warum das so heißt ist mir überhaupt nicht klar – hat den Charme einer italienischen Markthalle. Hier muß man Fußball gucken – am besten Italien/Brasilien! Die Beamer und Leinwände geben Anlass zur Vermutung, dass das hier auch regelmäßig getan wird. Überall wuseln Kellner, es ist irre laut und urgemütlich. Es gibt eine Karte mit zig Bieren, die dort auch mittags schon reichlich konsumiert werden und genau ein Gericht, das mündlich offeriert wird: Fisch mit einem Drumherum, bestehend aus Scampis, Gemüse, Salat, Reis, Pürree, Farofa (geröstetes Maniokmehl), scharfen Soßen und auf Wunsch Bohnensuppe. Einfach, viel und sehr köstlich!

Der Patrone – zumindest macht er den Eindruck – wacht über allem, palavert und flirtet hier und dort, dirigiert seine Kellner und ist natürlich außerordentlich wichtig. Er sieht selbst aus wie ein dicker Karpfen und passt großartig in das Ambiente. Der ganze Spaß hat uns umgerechnet 36 RS gekostet – das sind 6,50€ pro Nase. Wir kommen wieder! Und: Wir wollten Fisch. Und hatten Fisch. pe

RESTAURANT FIGUEIRA

Heißt: Feige und bezieht sich auf den fetten Feigenbaum, unter dem man sitzen kann. Hier haben wir am Samstag die erste Feijoada probiert … Bohnen und Gemüse sind köstlich, aber die verschiedenen Fleischarten können schon Probleme machen, vorausgesetzt man steht nicht unbedingt auf Fett, Füße, Ohren und Innereien – bah! Die Feijoada ist mittwochs und samstags Nationalverpflegung und man bekommt sie mehr oder wenig aufwendig überall. pe